Unser Roadtrip am Gardasee | südlicher Teil | Travel

Unser Sommerurlaub ist schon wieder vorbei und ich möchte euch heute von unserem 2-wöchigen Roadtrip am Gardasee erzählen. Okay, zugegeben – es war kein richtiger Roadtrip, an dem wir von einem Ort zum nächsten gefahren sind und dort übernachtet haben. Wir haben uns ein Hotel gebucht und sind von da aus mit dem Auto zu verschiedenen Städten und Sehenswürdigkeiten gefahren und immer wieder dorthin zurückgefahren. Unser Urlaub am Gardasee war eine tolle Mischung aus Relaxen am Pool und Sightseeing. 

Roadtrip am Gardasee

Ausgangspunkt San Felice del Benaco und Salò

Unser ruhiges Hotel in San Felice del Benaco (Nähe Salò) lag im Südwesten des Gardasees. Deshalb haben wir uns vor allem den südlichen Teil angesehen und den nördlichen Teil ausgelassen. In Riva del Garda und Arco war ich bereits und deshalb haben wir den Norden dieses Mal etwas vernachlässigt. San Felice ist sehr zu empfehlen. Das Örtchen liegt etwas oberhalb des Sees und fernab der Touristenmagnete. Unser ****-Hotel Villa Luisa lag sehr ruhig und war in der Regel eher wenig frequentiert. Ein perfekter Ort zum Entspannen. Das Hotel kann ich an dieser Stelle nur empfehlen. Gutes Frühstück, moderne und saubere Zimmer, ruhig und mit Wellness-Bereich. Unser Balkon hatte Poolblick und am Horizont konnte man sogar den Gardasee sehen.

Roadtrip am Gardasee, Hotel Villa Luisa Resort and Spa


Roadtrip am Gardasee, Hotel Villa Luisa Resort and Spa

Roadtrip am Gardasee, Hotel Villa Luisa Resort and Spa

Den nächsten Ort, den man neben San Felice erreichen konnte war Salò. Und obwohl man dort im See schwimmen gehen konnte, hat es uns fast nie direkt dorthin gezogen. Ich weiß auch nicht warum. Am letzten Abend haben wir aber doch noch einen kleinen Abstecher nach Salò gemacht und haben uns den Sonnenuntergang direkt oberhalb des Sees angeschaut und einen Fischer beim Angeln beobachtet. Hier gab es traumhaft klares Wasser und dennoch waren wir nie direkt im See schwimmen. Das lag vermutlich auch an dem Kiesstrand, der überall um den See zu finden ist. Geschwommen wurde dann nur im Hotelpool – dafür ist er ja auch da.

 

Roadtrip am Gardasee, Salò

Unsere Route auf Google Maps

1. Halt: Limone – die Stadt der Zitronen

Zu Beginn unseres Roadtrips haben wir in Limone gehalten. Ein malerisches kleines Städtchen mit engen Gassen, tollen kleinen Shops und vor allem: Zitronen ohne Ende. Wer sich am Gardasee aufhält, kommt an Limone einfach nicht vorbei. Darum ist es dort auch immer besonders voll. Deshalb war es schön, wenn wir abends wieder nach San Felice zurückkommen konnten. Parken kann man übrigens direkt an der Uferpromenade in einem Parkhaus. Dienstags gibt es direkt neben dem Parkhaus einen tollen Markt – da hatten wir genau den richtigen Tag für unseren Besuch in Limone ausgesucht. Limone muss man einfach gesehen haben – nicht zuletzt wegen der einzigartigen Lage. Direkt hinter dem kleinen Städtchen ragen riesige Felswände empor. Und wenn man dann den Blick über das Wasser des Gardasees schweifen lässt, erblickt man direkt auf der gegenüberliegenden Seite den berühmten Monte Baldo.

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2. Halt: Malcesine

Mit dem Schiff für 9 € p. Person (hin und zurück) ging es für uns von Limone nach Malcesine. Ein toller Anblick, denn schon vom Weitem sieht man die Castello Scaligero, die Skaligerburg. Diese steht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer des Sees. Malcesine wird oft als Perle des Gardasees bezeichnet und wirkt sich deshalb, ebenfalls wie Limone, wie ein Magnet auf Touristen aus. Geprägt ist der historische Ortskern mit seinen vielen engen Gassen – wie in Italien und am Gardasee fast überall zu finden. Es lohnt sich diese bis oben zur Burg zu entdecken und dann einen atemberaubenden Blick auf den Gardasee zu werfen. In Malcesine befindet sich übrigens auch die Seilbahn-Station, die euch direkt auf den Monte Baldo bringt. Ich war zuvor schon oben und mochte die Gondelfahrt überhaupt nicht. Diese dreht sich bei der Fahrt nämlich um sich selbst und mit Höhenangst lässt sich das nicht allzu gut aushalten. Auch die Preise sind enorm teuer. Deshalb haben wir die Fahrt in diesem Jahr ausfallen lassen. Von Limone aus kann man aber bereits ein Kombiticket für Boot und Monte Baldo kaufen und muss dann später nicht mehr anstehen.

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

 

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

Roadtrip am Gardasee, Malcesine

3. Halt: Maderno

Maderno ist ein ganz ganz kleines Örtchen, durch das wir bei der Hinreise gefahren sind. Da habe ich gleich gedacht: “Oh wie schön!” und deshalb sind wir auch einen Abend nach unsere Pooltag noch ca. 20 Minuten vom Hotel dorthin gefahren, um mal woanders zum Abendessen zu gehen. Es gibt einige tolle Restaurants, nur durch eine Straße vom See getrennt, den man aber trotzdem sehen kann. Für einen kleinen Spaziergang am Wasser lohnt sich der Besuch. Dort gibt es auch ein schönes Seebad. Am Abend verschwindet die Sonne direkt hinter den Bergen – ein schöner Anblick.

Roadtrip am Gardasee, Maderno

Roadtrip am Gardasee – 4. Halt: Sirmione

Die Stadt Sirmione ist etwas ganz besonderes, denn ein Teil von ihr liegt auf einer Halbinsel ganz im Süden des Gardasees. Wenn man aber nicht gerade eine Bootstour gebucht hat, bekommt man das als Fußgänger gar nicht so direkt mit. Hier wurden wir das erste Mal, direkt am Anfang unseres 14-tägigen Trips mit einer ganzen Menge Eis konfrontiert. Da gönnt man sich doch auch mal zwei große Kugeln für 5 Euro 🙂 Man muss dazu sagen, dass man diese Portion fast nicht geschafft hätte und diese in Deutschland wohl aus 6 Kugeln bestanden hätte. Hier habe ich übrigens mein erstes Sorbet am Stiel gegessen – man war das großartig. Parken lässt es sich ganz gut unmittelbar bevor des in die Altstadt geht. Dort gibt es einen riesigen Parkplatz. Wenn man dann zu Fuß die Altstadt erreicht hat, empfängt einen als erstes wieder eine Scaligerburg. Mitten in der Stadt wird man praktisch vom Wasser umzingelt. Eine malerische Atmosphäre. Auch hier sind die Gassen wieder eng und sehr belebt. Was mir überhaupt nicht gefallen hat und was dringend verboten gehört: Mitten zwischen den Menschenmengen in diesen kleinen Straßen der Altstadt dürfen Autos fahren. Ein richtiges No-Go. Ich glaube Sirmione ist vor allem im Dunkeln richtig schön anzusehen. Eine Bootstour hätte sich hier sicher gelohnt.

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5. Halt: Bardolino und Garda

Wir hatten insgesamt in den 14 Tagen Gardasee nur drei Tage, die etwas wechselhaft waren. Einen Tag davon sind wir dann nach Bardolino und Garda gefahren. Auch wenn man meinen könnte, dass die Orte am Gardasee alle gleich aussehen, so kann ich euch versichern, dass dies nicht der Fall ist. Besonders krass war der Unterschied zum Beispiel in Bardolino. Hier gibt es unglaublich viele Geschäfte, in denen man richtig gut einkaufen gehen kann. Und hier meine nicht nicht die kleinen Souvenir-Shops, die es überall gibt, sonder richtig gute Läden für Schuhe oder Kleidung. Etwas außerhalb des Stadtkerns befindet sich in Bardolino das Weinmuseum Zeni. Hier gibt es kostenfreien Eintritt in das kleine Musem zur Weingeschichte Italiens und eine kostenfreie Weinprobe am Ende der Ausstellung. Wer möchte, kann sich die Weine, Öle und Spirituosen dann im Weinshop gleich mit nach Hause nehmen. Da wir genau zur Mittagspause dort ankamen und die nächste Verkostung erst um 14.30 Uhr sein sollte, entschieden wir uns dafür noch einen Ort weiter nach Garda zu fahren und dort zu Mittag zu essen. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte.

Roadtrip am Gardasee, Bardolino

Bardolino

Roadtrip am Gardasee, Garda

Garda

Roadtrip am Gardasee, Garda

Garda

Roadtrip am Gardasee, Weinmuseum Zeni Bardolino

Weinmuseum Zeni

Roadtrip am Gardasee bei Regen – was tun?

Wie ich euch schon erzählt habe, hatten wir insgesamt drei Tage eher wechselhaftes und regnerisches Wetter. Man muss dazu sagen, dass der Regen nie sonderlich lange angehalten hat und man meist trotzdem etwas unternehmen konnte. Shoppen in Bardolino mit anschließendem Besuch im Weinmuseum war die erste Möglichkeit. Am zweiten Tag haben wir dann einen Wellness-Tag im Hotel gemacht. Und am dritten Tag sind wir dann ins Franciacorta Outlet Village nach Brescia gefahren. Ein weiterer Tipp für Regentage am Gardasee ist, die umliegenden Großstädte mal auf ihren Wetterbericht zu checken. Oft ist das Wetter in Mailand, Verona oder Venedig schon ganz anders. Und weil Verona und Venedig sowieso auf unserem Wunschzettel standen, haben wir auch noch Tagesausflüge dorthin gemacht. Aber davon erzähle ich euch in einem der nächsten Beiträge. Genauso wie die Restauranttipps, die ich für den Gardasee für euch zusammengestellt habe.

Roadtrip am Gardasee

Wissenswertes für den Roadtrip am Gardasee

Ein echter Roadtrip braucht natürlich einiges an Planung. Ich muss gestehen, dass wir uns aus Zeitmangel vorher überhaupt nicht damit beschäftigt haben, wo genau es hingehen soll. Wir sind immer relativ spontan los und haben uns die Orte und Städte zu Fuß angeschaut. Wir haben vorher keinerlei Touren oder Stadtführungen gebucht und haben das dann auch vor Ort nicht gemacht. Wir sind frei Schnauze herum spaziert und haben uns ein bisschen durch die Städte treiben lassen. Trotzdem habe ich ein paar Tipps für euch.

Was kostet ein Roadtrip am Gardasee?

Das hängt natürlich ganz davon ab, wo man übernachtet, ob man ein eigenes Auto dabei hat und was man machen möchte. Deshalb kann ich euch nur von meiner Erfahrung berichten. Wir sind mit unserem eigenen Auto  an den Gardasee gefahren. Das waren für uns ca. 926 km pro Strecke. Ihr könnt also bei dieser Entfernung damit rechnen, dass man mit einem Kleinwagen ca. viermal tanken muss, nur um hin und zurück zu kommen. Die Trips vor Ort sind hier noch nicht eingerechnet. In Österreich und Italien kommt hier außerdem noch die Maut bzw. die Vignetten obendrauf. In Österreich mussten wir zweimal eine 10-Tages-Vignette für zusammen ca. 16 € kaufen. Hinzu kam eine Maut von ca. 9 €. Maut bezahlt man in Italien nur auf der grün gekennzeichneten “Autostrade” (Autobahn). Die Beträge für kurze und mittellange Strecken sind hier recht human, sodass es sich manchmal wirklich lohnt, die Autobahn zu nehmen und nicht stundenlang über normale Straßen zu kurven. Der gesamte Weg von der österreichisch-italienischen Grenze (Brenner) bis zum Gardasee hat ca. 13€ gekostet.

Je nach Unterkunft kommt man natürlich günstig oder teurer weg. Wir hatten uns zuerst einige Ferienwohnungen angesehen, die aber für 14 Tage alle um die 1400€ kosten sollten. Dann haben wir unser Hotel mit Frühstück für einen vergleichbaren Preis gefunden und uns deshalb dafür entschieden.

Roadtrip am Gardasee

Essen gehen in Italien

Essen gehen in Italien finde ich günstig. Die Gerichte haben entweder genauso viel gekostet wie in italienischen Restaurants in Deutschland oder sogar weniger. Meine Restauranttipps zeige ich euch in einem der nächsten Beiträge. Lediglich im Supermarkt ist es eine ganze Ecke teurer als in Deutschland. Wir mussten uns also immer mittags und abends noch versorgen. Da kam natürlich auch noch einmal eine ganze Menge zusammen.

Parken in Italien

Wirklich teuer sind aber die Parkhäuser in den Städten. Da kann man mindestens mit 10 Euro pro Tag rechnen, wobei es hier immer auf die Stadt ankommt. In Limone ist es natürlich um einiges günstiger als in Venedig. Dort haben wir schon für Parken und Transport in die Stadt fast 100€ ausgegeben. Insgesamt schätze ich, dass uns der Roadtrip zusammen ca. 2500 Euro gekostet hat. Nicht billig, dafür aber wunderschön und eine sehr gute Mischung aus Erholung und Action.

Reisezeit und Wetter für den Roadtrip am Gardasee

Wir sind in den ersten beiden Juniwochen gefahren und hatten super gutes Wetter. Die erste Woche war sehr heiß. Eine leichte Brise sorgte aber dafür, dass es gerade bei den Sightseeing-Trips nicht zu heiß wurde. Am ersten Wochenende kühlte es dann bei wechselhaftem Wetter etwas ab, sodass es in der zweiten Woche auch noch sehr schön und warm war, aber nicht mehr so heiß, wie in der ersten Woche. Dort brauchte man dann abends auch eine lange Hose und eine leichte Jacke.

Roadtrip am Gardasee, Hotel Villa Luisa Resort and Spa

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