Mexiko Reisebericht Teil II | Jeep Safari, Delfine & Schildkröten in Sian Ka’an | Travel

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder mehr als ein Monat vergangen, nachdem wir von unserer bisherigen Traumreise zurückgekommen sind. Und wie ich gerade diesen Bericht für euch schreibe, möchte ich am liebsten gleich wieder los. Wenn ihr die Chance habt, einmal in eurem Leben nach Mexiko zu reisen, dann bitte macht es auch. Nichts hat mich bisher so geflashed wie die Playa del Carmen. Heute habe ich den Mexiko Reisebericht Teil II für euch mit Tipps für einen Tagesausflug nach Sian Ka´an, wo ihr an nur einem Tag Delfine, Schildkröten und Krokodile sehen könnt, Schnorcheln und Schwimmen geht, atemberaubende Natur entdeckt und bei der Jeep Safari noch kräftig durchgeschüttelt werdet.

Mexiko Reisebericht Teil II | Jeep Safari, Delfine & Schildkröten in Sian Ka'an | Travel

Eine Woche Mexiko – ganz schön wenig Zeit für so viel Schönheit

Wie ihr schon im ersten Teil meines Reiseberichts gelesen habt, hatten wir nur noch eine Woche Resturlaub und haben trotzdem das Abenteuer Mexiko gewagt. Ganz schön wenig Zeit, um all das zu erkunden, was Mexiko zu bieten hat. Leider lagen Tobi und ich auch noch jeweils einen Tag krank am Pool – ins Bett wollten wir uns wirklich nicht legen – sodass wir insgesamt nur knappe 4 Tage Zeit hatten, um etwas zu unternehmen und uns ein bisschen zu erholen. Einen tollen und ereignisreichen Tag haben wir in Tulum verbracht. Alle Tipps und Highlights dazu könnt ihr hier nachlesen. Gerne hätten wir auch noch eine der vielen Cenoten besucht, dazu blieb uns aber leider keine Zeit mehr. Deshalb haben wir das auf unsere Bucket List für den nächsten Mexiko-Trip geschrieben. Natürlich zusammen mit einem Ausflug zu Chichén Itzá und nach Las Coloradas, der pinken Lagune in Mexiko. Was wir zum Glück aber gemacht haben, war die Jeep Safari nach Sian Ka’an. Wir sind ganz spontan ins Zentrum von Playa del Carmen gefahren und dort zu Ice and Tours gegangen, einem kleinen Laden – direkt wenn man in den Ort reinkommt, auf der rechten Seite – der Trips und Ausflüge in Mexiko verkauft. Die Angestellten sprachen gut Deutsch und konnten uns ganz gut beraten, denn zu Beginn wussten wir noch nicht genau, was wir unternehmen wollten. Die gleiche Tour hätten wir natürlich auch direkt mit TUI buchen können, allerdings wäre das sehr viel teurer geworden. So haben wir jetzt 110 Euro pro Person bezahlt. Nicht ganz billig, aber definitiv den Preis wert.

Mexiko Reisebericht Teil II | Jeep Safari, Delfine & Schildkröten in Sian Ka'an | Travel

Die Jeep Safari nach Sian Ka’an

Um kurz vor 7 Uhr morgens ging es los und wir wurden mit einem kleinen Bus vom Hotel abgeholt. Danach fuhren wir ca. 1 Stunde bis zu unserem Ausgangspunkt nach Tulum. Dort empfing uns unser Reiseleiter, der uns nach kurzer Wartezeit in Teams auf die Jeeps aufteilte. Hier gleich ein Tipp vorweg: Auch wenn der Touranbieter damit wirbt, dass Essen und Getränke in der Tour inklusive sind, solltet ihr euch genug zu Trinken und zumindest ein Frühstück einpacken. Wir wurden schon vor der Frühstückszeit im Hotel abgeholt und hatten uns auf den Anbieter verlassen, dieser servierte uns aber erst gegen Mittag ein Sandwich. Immer zu viert ging es dann in einen der Jeeps. Wer fahren darf, muss dann noch verhandelt werden, denn alle Teilnehmer dürfen hier selbst fahren. Ziemlich lustig, denn bei Ankunft fragte keiner, ob wir überhaupt einen Führerschein haben. Da wir uns den Jeep mit zwei Amerikanern teilten, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs waren, überließen sie uns das Steuer für Hin- und Rückfahrt. Im Nachhinein muss man zugeben, dass man die Strecken besser aufgeteilt hätte, denn vor uns lag eine Fahrt von 2,5 h, die später natürlich auch wieder zurückgelegt werden musste.

Sian Ka’an – was ist das überhaupt?

Bei Sian Ka’an handelt es sich um einen Nationalpark auf der Ostseite der Halbinsel Yucatán, den man erreicht, wenn man beim Beach Club Coco Tulum, von dem ich euch im ersten Beitrag erzählt habe, immer weiter geradeaus fährt. Das Besondere hier: Es handelt sich um eine kilometerlange Landzunge, auf der einen Seite befindet sich das Karibische Meer und auf der anderen Seite eine Lagune. Das Gebiet wurde 1986 als Nationalpark und als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen und gehört seit 1987 zum Weltnaturerbe. Klar also, dass hier alles sehr naturbelassen ist und es demnach auch keine vernünftige Straßenbefestigung gibt. Wer sich auf die Jeep Safari nach Sian Ka’an einlässt, muss also damit rechnen, auf der Fahrt gut durchgeschüttelt zu werden, weil ein Schlagloch auf das Nächste folgt. Der Hinweg kam uns unendlich vor und wir konnten unseren Augen nicht trauen, als wir hin und wieder an Privatgrundstücken und Häusern vorbeikamen. Es gibt Menschen, die hier fernab der Zivilisation leben. Wahnsinn.

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Delfine und Schildkröten kreuzten unseren Weg

Nach 2,5 Stunden hatten wir endlich unser Ziel, ein kleines Dörfchen mit Ureinwohnern erreicht, und parkten die Jeeps am Straßenrand. Nach kurzem Fußweg erreichten wir die Lagunenseite der Landzunge und stiegen in kleine Schnellboote á 6 Personen ein. Mit affenmäßiger Geschwindigkeit ging es dann, einmal um die Landzunge herum, auf die Meerseite. Karibisch-blaues Wasser, wo man hinschaute – einfach der Wahnsinn. Irgendwann stellte der Kapitän dann den Motor aus bzw. entschleunigte das Tempo und wir bekamen die volle Wucht der Wellen zu spüren. Das war mir manchmal ein bisschen unheimlich, denn immer wenn man eine Welle genommen hatte, fiel man nahezu in ein metergroßes “Loch”. Seekrank darf man hier auf keinen Fall sein. Die Stopps zwischendurch lohnten sich aber, denn nachdem wir uns per Funkgerät mit den anderen Booten verständigt hatten, kam auch schon das erste Highlight: Delfine. Zum ersten Mal hatte ich Delfine in freier Wildbahn in Griechenland gesehen. Lest hier meinen Bericht zur 3-Insel-Rundfahrt. Da aber nur von ziemlich weit weg. Jetzt waren wir den Delfinen so unbeschreiblich nahe. Nach ein paar Minuten Delfin-Watching, wartete dann die nächste Überraschung. Wenn man genau ins Wasser sah, konnte man einen dunklen Umriss erkennen: Meeresschildkröten. Ihr glaubt nicht, wie schnell die schwimmen können. Wir kamen mit unseren Schnellbooten fast nicht hinterher. Und dann kam der Moment, die Schildkröte tauchte auf. Ganz schön fotogen diese Tiere!

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Ein Highlight folgt dem Nächsten: Korallen-Schnorcheln im Meer

Übrigens: Keines dieser Fotos ist nachträglich bearbeitet. Es ist einfach unfassbar, wie türkis das Meer in Mexiko ist. Zwei einmalige Erlebnisse hatten wir jetzt schon geschafft: Delfine und Schildkröten beobachten. Was als nächstes auf dem Programm stand, versetzte mich schon beim Gedanken daran in Panik: Schnorcheln. Gut, ich hatte es noch nie zuvor gemacht und ich muss zugeben, dass ich Angst vor dem Meer habe. Natürlich konnten die Boote nicht auf dem seichten Teil des Meeres, wo wir nachher schnorcheln sollten, anlegen. Also stoppten sie gefühlt mitten auf dem Meer und fragten, wer denn schnorcheln wollte. Ich wollte nicht als Einzige zurück auf dem Boot bleiben und mir dieses Erlebnis entgehen lassen – also meldeten wir uns. 10 Sekunden später bereute ich es schon, denn als ich Flossen und Schnorchel ausgehändigt bekam, stieg schon Panik in mir auf. Ich wartete bis alle Teilnehmer im Wasser waren und sprang. Die ersten Minuten (oder waren es Stunden?) versuchte ich erst einmal meine Angst zu bekämpfen. An Schnorcheln war gar nicht zu denken. Irgendwann ging es aber und ich hatte ein viel größeres Problem: Wie bitte atmet man durch einen Schnorchel??? Himmel, das war alles viel zu viel für mich. Komischerweise kann Tobi so etwas immer von der ersten Sekunde an. Schnorchel an und los geht´s. Ich glaube, ich habe von 30 Minuten Schnorcheln gerade mal 5 Minuten unter Wasser beobachten können – aber hey, ich hab´s geschafft. Ich habe meine Angst besiegt. Wie man am erleichterten Gesichtsausdruck zurück auf dem Boot erkennen kann. Vielleicht klappt es dann beim nächsten Mal schon besser.

                                                             

Nach dem Abenteuer ein bisschen chillen

Nach diesen aufregenden Erlebnissen gönnte man uns jetzt eine kleine Pause. Dazu fuhren wir mit den Booten an eine Sandbank, an der man meterweit stehen konnte. Türkisfarbenes Badewasser und eine tolle Fotokulisse inklusive. Hier konnten wir dann ein bisschen schwimmen, bevor es nach einen großartigen Tag wieder zurück auf die Boote und zurück zum Dorf ging. Dort erwartete uns noch ein Abschlussessen. Gegen 16 Uhr machten wir uns mit den Jeeps auf die Rückreise – ein ziemlich langer Tag, wie ich finde. Doch der Kracher kam erst noch. Beziehungsweise mehrere, wo ich gerade so drüber nachdenke. Alle waren ziemlich müde, hatten wir zuvor doch einen ereignisreichen Tag in der prallen Sonne – mitten auf dem Meer – verbracht. Unser Reiseleiter stoppte schon nach 10 Minuten Rückfahrt unsere Jeeps und wollte uns etwas zeigen. Getarnt war dieser Stopp als Fotopoint am Strand – in Wirklichkeit wollte er uns aber zum Müllsammeln überreden. Wisst ihr eigentlich, warum die Strände, an denen wir Urlaub machen, immer so schön aussehen? Weil sie von den Menschen sauber gehalten werden. Und wisst ihr eigentlich, wie schmutzig und vermüllt das Meer ist? Ich konnte mir das vorher auch nie vorstellen, obwohl ich es natürlich wusste. Hier auf Sian Ka’an gibt es keine Menschen, die die gesamte Landzunge sauber halten können. Und so wird hier jeden Tag unfassbar viel Müll an den Strand gespült. Wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Schlimme Sache, allerdings muss ich sagen, dass ich die Müllsammelaktion an diesem Punkt ziemlich unpassend fand. Naja, was tut man nicht, der Umwelt zuliebe. Weiter ging es mit den Jeeps zur Brücke, die ihr auf den Fotos weiter oben erkennen könnt. Hier treffen sich Meer auf der einen und Lagune auf der anderen Seite. Und auf der Lagungenseite konnten wir beim zweiten und letzten Stopp vor der Heimreise auch noch ein Krokodil erahnen. Gezeigt hat es sich allerdings nicht. Also machten wir uns auf den Rückweg. Zumindest versuchten wir es.

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Es kommt, was kommen musste

Schon auf dem Hinweg hatte ich mich gefragt, was passiert, wenn irgendjemand in der Gruppe eine Panne mit dem Jeep hatte. Denn wir hatten keine Telefonnummern getauscht und auch in den Jeeps gab es keine Funkverbindung, Notfallnummer o.ä. Und so kam, was kommen musste: Der Jeep das Tourguides sprang nach unserem letzten Stopp nicht mehr an. Und anstatt wir die Menschen im ersten Jeep einfach auf die anderen Jeeps verteilten und weiterfuhren, ließ der Tourguide alle Teilnehmer mehr als 30 Minuten warten. Natürlich gab es keine Überbrückungskabel oder andere nützliche Pannenutensilien und natürlich waren alle zunehmend genervt, denn es wurde langsam dunkel und wir hatten immer noch 2 Stunden Fahrt im Nirgendwo vor uns. Als der Wagen dann nach einer Ewigkeit endlich wieder ansprang, konnte dieser nur noch gefühlt 30 km/h fahren, sodass wir den Tourguide mit unseren Jeeps überholten, um endlich anzukommen. Eigentlich ging es hier immer geradeaus. Verfahren konnten wir uns also nicht. Panik bekam ich erst, als wir wieder die Stadt erreichten. Würden wir den Weg zurück zum Ausgangspunkt alleine finden? Viel schlimmer fand ich allerdings den Gedanken an die Polizei. Die ist in Mexiko nicht als unser deutscher Freund und Helfer bekannt. Die zwei Amerikaner in unserem Jeep erzählten uns, dass sie einige Tage zuvor auf dem Heimweg vom Feiern von eben diesen angehalten und gefilzt wurden – ohne ersichtlichen Grund. Helfen konnten sich die beiden nur, in dem sie mehr als 1000 Pesos an die Beamten zahlten. Auch der Tui-Reiseleiter erzählte uns von solchen Vorkommnissen, weshalb TUI deshalb auch keine Mietwagen an Touristen vergibt. Na ob das mal gutgeht? Und ich kann euch verraten: Zum Glück ist alles gut gegangen. Schade, dass der eigentlich so großartige Tag mit einem so unschönen Erlebnis ausging. Trotzdem muss ich sagen, dass wir hier einzigartige Momente genießen konnten, wie wir sie vielleicht nicht wieder bekommen werden. Und ein Abenteuer war es allemal! Jetzt stehen schon die Reiseplanungen 2018 an – wohin geht es für euch im nächsten Jahr? Was könnt ihr empfehlen? Lasst mir doch einen Kommentar da.

 

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2 Kommentare

  1. Dezember 11, 2017 / 6:47 pm

    Wow, was für traumhafte Bilder!! Das Meer sieht einfach zu schön aus – und dann noch die Delfine…
    Liebste Grüße,
    Sophia
    http://miss-phiaselle.com

  2. Claudia
    Dezember 12, 2017 / 7:55 pm

    Himmlische Fotos! Ich könnte sofort losreisen!

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