Im Siebengebirge auf den Drachenfels in Königswinter wandern | Deutschland

Meine Vorsätze für 2018 sind ganz klar: mehr reisen. Und auch wenn Urlaubstage und Geld nicht immer für die Reise in die Ferne reichen, kann man trotzdem einiges entdecken, was so nah liegt. 2018 möchten wir die Hotspots in Deutschland erkunden und einen guten Start haben wir schon im Oktober direkt vor der Haustür hingelegt. Am letzten wirklich heißen Tag des Jahres sind wir im Siebengebirge auf den Drachenfels in Königswinter gewandert – gerade einmal 20 Minuten mit dem Auto von unserer Wohnung entfernt. Diese Aussicht – Wahnsinn, oder?

Ausgangspunkt: Königswinter

Zunächst einmal solltet ihr euer Auto in Königswinter parken (natürlich geht die Anreise auch mit der Bahn). Orientiert euch hier an der Beschilderung “Drachenfelsbahn” oder den ausgewiesenen Parkplätzen in der Drachenfelsstraße. Habt ihr euer Auto abgestellt und möchtet auf den Drachenfels durch das Siebengebirge wandern, müsst ihr euch erst einmal zu Fuß Richtung Friedhof halten. Ihr stoßt auf die Brücke, unter der ihr links vorbei gehen müsst, ehe ihr im Wald durch das Nachtigallental wandert. Hier könnt ihr immer der Beschilderung zum Schloss Drachenburg oder zum Drachenfels folgen. Die Wanderung nach oben dauert ca. 1 Stunde, ich muss euch allerdings vorwarnen, dass der Weg an manchen Stellen ziemlich steil ist. Alternativ könnt ihr mit der Drachenfelsbahn fahren, die alle 30 Minuten zur halben/vollen Stunde in Königswinter abfährt und euch für 10 Euro pro Person auf den Berg und wieder zurück ins Tal fährt. Sie hält dabei an Schloss Drachenburg oder direkt am Drachenfels.

Erster Stopp: Schloss Drachenburg

Nach der ersten Wanderetappe kommt man aus dem Wald auf eine Lichtung (Schlosspark) und kann eine tolle Aussicht auf das Schloss Drachenburg genießen. Folgt man dem Weg dann weiter, gelangt man direkt zum Eingang und kann es sich für 7 Euro pro Person auch von innen anschauen. Es wurde 1882 erbaut und 1986 unter Denkmalschutz gestellt. Die Drachenfelsbahn hält übrigens direkt vorm Eingang. Wir haben das Schloss nur von außen begutachtet, denn natürlich hatten wir anderes im Sinn: ganz nach oben auf den Drachenfels. Die Wanderung bis hierhin ist allerdings gut zu meistern.

Zweiter Stopp: Das Drachenfelsplateau

Nach dem Halt an Schloss Drachenburg wird es dann richtig steil. Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist der berühmte Wanderweg “Eselweg” auch weiterhin gesperrt und somit ist das Plateau sowie die Burgruine nur über den ausgeschilderten Kutschweg und natürlich auch mit der Drachenfelsbahn erreichbar. Da ich zuvor nie über den Eselweg nach oben gewandert bin, kann ich nicht beurteilen, ob dieser weniger mühsam ist,  bei der Alternativroute hingegen ist aber dann Bergsteigen angesagt. Ich habe einige Touristen in Flipflops, Kleidchen oder mit Kinderwagen gesehen – die hätten wohl besser die Bahn genommen. Wenn du den Aufstieg dann geschafft hast, erwartet dich ein atemberaubender Blick auf den Rhein – und schon ist alle Anstrengung verflogen. Am Drachenfelsplateau kannst du eine kurze Verschnaufpause einlegen und dir im Restaurant etwas zu Essen oder zu Trinken gönnen, bevor es dann ganz nach oben zur Drachenfelsruine geht.

Endlich geschafft: die Drachenfelsruine

Wenn man einmal am Plateau angekommen ist, ist es bis zur Ruine nicht mehr weit. Noch ein paar Meter und einige Treppenstufen, dann hatten wir es endlich geschafft. Wir waren ganz oben angekommen. Ich fand den Ausblick am Plateau aber ehrlich gesagt viel besser und ich war ein wenig schockiert, dass Eltern ihre Kinder auf der Ruine herumklettern ließen, aber nun gut. Wir nahmen die Stufen zurück zum Drachenfelsplateau und genossen ein Bier in der Sonne – was ein herrlicher Tag mit herrlichem Ausblick. Runter ins Tal ging es für uns dann auf dem gleichen Weg, den wir auch nach oben genommen hatten. Wir folgten der Beschilderung und entdeckten dann sogar einen Waldweg der etwas weniger steil war.

Definitiv einen Besuch wert!

MerkenMerkenMerkenMerken

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*