Mailand – Mode und mehr | Tipps für deinen Kurztrip | Travel

Ihr wolltet schon immer mal in die italienische Modehauptstadt Mailand? Ich habe die nötigen Infos für die Planung eures Kurztrips und sage euch, worauf ihr achten solltet und was es alles zu sehen gibt.

Anreise und Unterkunft

Wir sind günstig von Köln mit Ryanair nach Bergamo geflogen. Vom Flughafen Orio al Serio in Bergamo braucht ihr mit dem Bus ca. 45 Minuten bis ins Zentrum von Mailand. Der Bus zum Hauptbahnhof Milano Centrale fährt direkt vor der Terminaltür ab – und das quasi im Minutentakt. Die Busunternehmer winken euch zum nächsten abfahrenden Bus – ihr könnt es also kaum verfehlen. Ich empfehle hier gleich ein Ticket für die Hin-und Rückfahrt zu kaufen, denn dann zahlt ihr insgesamt nur 9€ anstatt 5€ pro Strecke. Eine Unterkunft kann ich euch nicht direkt empfehlen, weil unser Hotel nicht so toll war. Dafür möchte ich euch aber sagen, worauf ihr bei der Buchung achten solltet. Ein Hotel im Zentrum von Mailand ist fast unbezahlbar, es empfiehlt sich also eines weiter außerhalb zu buchen. An anderer Stelle habe ich gelesen, dass es rund um den Hauptbahnhof ganz gut sein soll. Achtet bei der Buchung aber auf die Entfernung zum Zentrum. Natürlich wird es immer günstiger, je weiter ihr rausfahrt. Dementsprechend lang braucht ihr aber auch mit der Metro. Wir waren ziemlich weit außerhalb und haben immer mindestens eine halbe Stunde gebraucht. Definitiv zu lang. Lasst euch außerdem nicht von Billigangeboten locken, zumindest bei uns hat sich der Preis auch im Hotel wiedergespiegelt und es war am Ende nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Am schnellsten kommt ihr in Mailand übrigens mit der Metro voran. Ein 48-Stunden-Ticket kostet 8,25 € pro Person.

Kurztrip nach Mailand – das gibt es zu sehen

Mailänder Dom inkl. Terrassen

Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Mailand ist ganz klar der Dom. Hier stehen in der Hauptsaison unendliche Schlangen vor der Türe, um dieses imposante Bauwerk zu bewundern. Ich empfehle euch seitlich hinter dem Dom ein Ticket für die Domterrassen zu erwerben. Einfach Nummer ziehen und warten, bis ihr am Ticketschalter aufgerufen werdet. Das Liftticket kostet 13€ pro Person. Dann spart ihr euch aber immerhin 8 Stockwerke zu Fuß. Oben habt ihr einen atemberaubenden Ausblick auf die Innenstadt. Ein toller Fotospot, den ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Übrigens empfehle ich auch früh morgens am Dom zu sein, am besten vor 10 Uhr. Dann ist nicht nur der Domvorplatz menschenleer, sondern auch die Schlangen vor den Domtüren. Beachtet aber die Öffnungszeiten von Dom und Terrassen.

Luxuskaufhaus Galleria Vittorio Emanuele II

Das Luxuskaufhaus Galleria Vittorio Emanuele II solltet ihr euch allein wegen der tollen Decken einmal ansehen und durchlaufen. Natürlich ist bei den wenigstens Menschen hier Shopping angesagt – denn hier sind alle Designer Mailands zu Hause. Für Normalos kann ich zum Shoppen diese Spots empfehlen: Corso Sempione (Metro Domodossola, Linie 5 / Duomo, Linie 1), zwischen Dom und San Babila (Duomo, Linie 1) oder Corso Buenos Aires zwischen Porta Venezia und Piazzale (Metro Lima, Linie 1). Hier gibt es auch Mango, Zara, Pull&Bear und Co. – natürlich auch Kiko, die sind ja in Mailand zu Hause.

Statue von Leonardo da Vinci und Castello Sforzesco

Wenn ihr einmal vom Dom aus durch die Galleria Vittorio Emanuele II lauft, kommt ihr als erstes an der Statue von Leonardo da Vinci vorbei. Dahinter befindet sich auch das berühmte Mailänder Scala Theater. Dieses ist meiner Meinung nach aber weniger sehenswert, es sei denn, ihr habt ein Ticket für eine Vorstellung gebucht. Etwa ein Kilometer hinter dem Scala Theater kommt ihr dann zur Castello Sforzesco, dem Schloss in Mailand. Ihr könnt gratis durch den Innenhof des Schlosses laufen und euch ein wenig umsehen. Wenn ihr einmal durchgelaufen seid, kommt ihr auch schon zum Parco Sempione, einer der Grünflächen in der Großstadt. Eigentlich sind alle Sehenswürdigkeiten fußläufig vom Dom zu erreichen, wenn ihr gerne lauft.

Navigli – Mailands schönstes Viertel

Wenn ihr in Mailand seid, solltet ihr unbedingt das Navigli-Viertel besuchen. Ich habe mich sofort in diesen Stadtteil verliebt. Für mich ein absolutes Muss! Dieser Stadtteil war früher einmal von vielen Kanälen durchzogen und gilt deswegen als kleines Venedig. Heute gibt es nur noch einen Kanal, an dem entlang sich unzählige kleine Shops, Restaurants und Bars niedergelassen haben. Und es stimmt, die Brücken über den Kanal erinnern wirklich an die große italienische Schwester. (Hier habe ich übrigens meine Geheimtipps für Venedig für euch zusammengefasst.) Besonders am Abend herrscht hier eine ganz besondere Atmosphäre. Wie schön muss es hier wohl im Sommer sein? Unterschiede zu Venedig? Definitiv die Zahl der Menschen, die sich hier aufhalten. Natürlich kann das auch daran liegen, dass wir Ende Februar dort waren, aber es war wirklich sehr angenehm leer.

Ihr erreicht das Viertel mit der Metro an der Haltestelle P. TA Genova FS. Wenn ihr dort seid, solltet ihr auch unbedingt bei Temakinho vorbeigehen. Hier habe ich das beste Sushi meines Lebens gegessen. Ein beliebtest japanisch-brasilianisches Restaurant, bei dem ihr unbedingt reservieren solltet. Geht übrigens hier auch online. Vor dem Essen haben wir noch einen kleinen Aperitif in der Bar Banco genossen. Ein echtes Highlight: Hier bekommt man zu seinen (relativ teuren) Getränken eine keine Vorspeisenplatte gratis! Wurst, Käse, Pizzastücken, Brot und Chips – alles umsonst. Wir konnten es bis zum Bezahlen der Rechnung fast nicht glauben. Das nenne ich mal Service. Übrigens: Nutzt die Happy Hour zwischen 18 und 21 Uhr für etwas günstigere Getränke.

Temakinho

Frühstück im Princi

Unser Hotel haben wir bewusst ohne Frühstück gebucht, weil wir uns einfach etwas im Supermarkt holen wollten. Am Sonntag haben wir aber nicht darüber nachgedacht, dass natürlich die Geschäfte größtenteils in Mailand geschlossen sind. Nur die Shops in der Innenstadt sind offen. Deshalb sind wir kurzerhand frühstücken gegangen. Und ich kann euch das Princi wirklich empfehlen. Es ist nicht ganz billig, aber es gibt eine riesige Auswahl an Speisen. Die Schale Granola mit frischen Früchten und Joghurt hat beispielsweise 5 € gekostet, das Mini-Baguette 3,50€. Zu erreichen ist es bequem ab Duomo/Linie 1 in der Via Speronari 6. Weitere Tipps, die wir an diesem Wochenende nicht mehr ausprobieren konnten: Kunstviertel Brera, Cimitero Monumentale und San Siro. Außerdem kann man noch das berühmte Gemälde “Das letzte Abendmahl” von Leonardo da Vinci bewundern gehen. Hierfür muss man aber im Vorfeld Tickets kaufen.

Kurztrip Mailand – wie viele Tage sollte man einplanen?

Ein Kurztrip für zwei Tage oder ein Wochenende ist für Mailand meiner Meinung nach absolut ausreichend. So zumindest, wenn ihr außerhalb der Saison oder im Winter hinfahren möchtet. Natürlich gibt es hier viel zu sehen, aber ich finde das viele Laufen bei einem Städtetrip immer relativ anstrengend. Und auch Shoppen kann man ja nicht jeden Tag. Im Sommer kann man hier sicherlich viele schöne Stunden im Freien verbringen – im Februar war es aber eisig kalt. Außerdem solltet ihr wissen, dass sich in Mailand – gerade an den Hotspots – sehr viele Afrikaner aufhalten, die euch Armbänder, Selfiesticks, Handtaschen, Sonnenbrillen und mehr andrehen wollen und teilweise sehr penetrant sind. Das sollte man einfach wissen, wenn man nach Italien reist – so kann man ihnen entsprechend aus dem Weg gehen. Ihr habt länger als zwei Tage eingeplant? Dann empfehle ich euch einen Abstecher in das schöne Bergamo, von dem ich euch hier bald auch erzählen werde. Bergamo ist der absolute Geheimtipp, vor allem, wenn ihr sowieso dort zum Flughafen müsst. Wer einen längeren Urlaub in Italien plant, sollte auf jeden Fall noch am Gardasee, in Venedig und Verona vorbeischauen.

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