Das Hochmoor entdecken | Hohes Venn im Nationalpark Eifel | Belgien

Das erste Wochenende in 2018 und schon haben wir mit unseren guten Vorsätzen begonnen: Ausflüge direkt vor der Haustür machen und dabei ganz Deutschland erkunden – oder eben wie hier, angrenzende Regionen, Städte und Länder entdecken. Geplant hatten wir einen Tagestrip nach Monschau, in der Nähe von Aachen.  Anschließend ging es dann noch kurz hinter die Grenze nach Belgien, wo wir im Platten Venn den Rundwanderweg entlang der Stege testen wollten.


Ein Katzensprung von Monschau ins Hohe Venn

Von der Stadt Monschau, von der ich euch hier demnächst auch noch berichten werde, sind es nur 12 Minuten ins Hohe Venn im Nationalpark Eifel. Parkmöglichkeiten gibt es am Parkplatz „Grenzweg“ oder wenige hundert Meter weiter, auf dem Parkplatz „Nahtsief“. Wir haben uns für letzteren entschieden (Navi GPS: 50.567936, 6.180443). Parken ist hier kostenlos. Wenn ihr das Auto abgestellt habt, müsst ihr noch kurz die Straße überqueren und schon kann es losgehen. Der erste Steg lässt nicht lange auf sich warten und der Rundweg “Plattes Venn” kann beginnen. Dieser beträgt ca. 4 km und ist mit 2 Stunden Wanderzeit angesetzt. Wir haben ca. 1,5 h gebraucht und sind dabei oft stehen geblieben, um das beste Foto zu bekommen. Und auch wenn man meinen könnte, dass dieser Rundweg komplett aus Stegen besteht, solltet ihr stabiles Schuhwerk dabei haben. Ab und zu enden die Stege nämlich und es geht über Wurzeln und durch den Matsch. Gerade wenn es draußen feucht ist, kann es auf den Stegbrettern rutschig werden. Natürlich sind die Gegebenheiten im Sommer hier sicherlich besser und die Landschaft ist auch wunderschön anzusehen – trotzdem macht das Moor an einem tristen Januartag etwas her.

Das Hochmoor entdecken – schaurig schöne Moorlandschaft

Das Hohe Venn im Nationalpark Eifel ist das größte aktive Hochmoor Europas. Es handelt sich hierbei um eine Hochfläche zwischen Deutschland und Belgien, direkt hinter der Grenze. Das Hohe Venn gehört mit rund 600 km² Fläche zum Nationalpark Eifel und ist umgeben von ausladenden Wiesen- und Heidelandschaften. Auf den ausgewiesenen Wanderwegen und hölzernen Stegen kann das Moorgebiet erkundet werden. Hier sollte man allerdings nicht vom Weg abkommen. Wer kennt nicht die ein oder andere Gruselgeschichte, die im nebligen Moor spielt? Na hoffentlich begegnen wir keiner Leiche. Schaurig schön – vor allem, als ich während der Wanderung an den letzten Krimi von Simon Beckett (David Hunter) denke, in den ich mich nun bildlich hineinversetzen kann. Und das ist es, was einen Besuch im Hohen Venn im Winter ausmacht. Einsame Ruhe, grauer Himmel, überall unter dir gluckert das sickernde Wasser und weit und breit ist fast keine Menschenseele zu sehen. Schon ein bisschen gruselig.

Wunderschöne Fotospots 

Natürlich gibt es im gesamten Nationalpark Eifel und im Hohen Venn zahlreiche Wanderwege, die man gehen kann. Mich hatte allerdings ein ganz bestimmtes Motiv auf Pinterest angelockt (jetzt habe ich mein eigenes geschossen, schaut mal unten), weshalb wir uns für die Wanderung im Platten Venn entschieden. Hin und wieder hielten wir an atemberaubenden Fotospots an. Allein dafür hat sich die Fahrt nach Belgien (ca. 1,5 h von Köln) gelohnt. Wo bekommt man sonst schon eine solche Moorlandschaft zu sehen? Auf dem Rundwanderweg findet man hin und wieder Infotafeln, die etwas zum Bau der Stege, der Renaturierung des Hochmoors, das durch den Torfabbau geschädigt wurde oder generell zur Torfbildung erklären. Eine spannende Wanderung, bei der man nicht nur seine Gedanken schweifen lassen kann, sondern auch noch etwas lernt. Ein idealer Ausflug, den man gut mit einem Besuch in Monschau kombinieren kann. Hier findest du meine Tipps für einen Tag in Monschau.

Du willst mehr vom Hohen Venn im Nationalpark Eifel sehen? Dann schau dir mein Video mit meinen Impressionen an.

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