Wüstensafari in Dubai | Ein Tagesausflug | Travel

Als wir das erste Mal in Dubai ins Taxi stiegen, hatte der Taxifahrer drei Empfehlungen für uns, die wir unbedingt während unseres Aufenthalts machen sollten. Ein davon war die Wüstensafari und wir waren total froh, weil wir diese schon vor der Reise gebucht hatten. Das konnte als nur ein toller Ausflug werden. Und weil das auch so war und wir den Tag allen empfehlen können, erzähle ich euch heute, was euch dort erwartet.

Erst einmal Luft ablassen

Ich habe euch hier die Tour über Get your Guide verlinkt, die wir gebucht haben (reiner Service-Link, kein Affiliate!). Je nach gewählter Uhrzeit werdet ihr am Hotel mit dem Jeep abgeholt, mit dem es nachher in die Wüste geht. Wir haben noch Gäste an anderen Hotels eingesammelt, sodass der Jeep mit 6 Personen plus Fahrer voll besetzt war. Dann ging es endlich Richtung Wüste. Das war das erste Mal in der Wüste für uns und wir konnten uns zu Beginn nicht vorstellen, was uns eigentlich erwartet. Es dauerte ca. eine halbe Stunde bis wir zum ersten Mal anhielten. Und ich muss sagen, dass ich diese Stopps inzwischen hasse. Bereits bei unserer traumhaften Jeep-Safari in Mexiko (Bericht hier) hatten wir einen solchen eingelegt und ich wusste schon, was uns bevorstand. Zwar kann man hier noch einmal einen Gang zur Toilette einlegen, allerdings sind diese immer in Shops, in denen die Händler dir, verständlicherweise, etwas andrehen wollen. In diesem Fall war der Stopp allerdings nötig, da man für das Fahren in der Wüste erst einmal den Druck aus den Reifen des Jeeps lassen musste, damit der auf dem sandigen Untergrund überhaupt vorwärts kommt. Und danach ging es endlich los.

Achtung, Festhalten!

Im Jeep befanden sich Sicherheitshinweise für alle Teilnehmer. Schön brav anschnallen, keine Schwangeren oder Herzkranke. Die üblichen Anweisungen eben. Im Nachhinein weiß ich auch, warum. Was uns bei der Tour durch die Dünen erwartete, war krasser als jede Achterbahn-Fahrt meines Lebens. Ich hatte das Gefühl, dass wir den verrücktesten Fahrer überhaupt erwischt hatten. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie er uns im Jeep die Dünen rauf- und wieder runtergejagt hat. Er hat jede Sandwelle ausgenutzt, ist gedriftet, was das Zeug hält und nicht selten war der Jeep komplett mit Sand bedeckt. Hin und wieder hatte ich Panik, dass wir bergab mit dem Jeep zu einer Seite kippen. Aber meine Bedenken waren alle völlig umsonst, denn zum Glück lassen sie in Dubai nur erfahrene Fahrer in die Jeeps. Ganz im Gegensatz zu unserem Mexiko-Trip, bei dem wir selbst fahren durften. Der Fahrer witzelte dann noch: „Wenn ich alleine fahre, fliege ich manchmal mit meinem Wagen!“ Das hat er bei uns zum Glück ausgelassen, denn mein Adrenalin war schon voll ausgeschüttet. Dennoch ein tolles Erlebnis – es wäre bestimmt nur halb so gut geworden, wenn der Fahrer langsam und behutsam gefahren wäre.

Der erste Fotostopp

Nach einer aufregenden Fahrt, konnten wir uns am ersten Fotostopp wieder etwas entspannen. Zum ersten Mal konnten wir den warmen Sand unter den Füßen spüren und in die Weiten der Wüste blicken. Die obligatorischen Fotos wurden geschossen. Die Fahrer kennen ihre Touris mittlerweile ganz genau und so konnte er uns einige Tipps geben, wie man das perfekte Spring-Bild schießt. Danach ging es weiter zum Camp. Die Beschreibung der Tour versprach uns nämlich außerdem noch Kamel-Reiten und Sandboarding. Also weiter.

Kamel-Reiten, Henna-Tattoos und mehr

Am Camp angekommen standen dann verschiedene Aktivitäten zur Auswahl. Inkludiert waren in unserer Tour das Kamel-Reiten, Sandboarding und ein kleines Henna-Tattoo. Gegen einen Aufpreis war aber auch Quadfahren oder Reiten möglich. Hier war ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen enttäuscht. Denn vom Kamel-Reiten hatte ich mir etwas mehr erwartet, als in einer Schlange anzustehen, um einmal im Kreis über den Platz zu reiten. Wahrscheinlich war ich hier von einem früheren Teneriffa-Urlaub verwöhnt, bei dem wir einen ganzen Ausritt auf Kamelen gemacht hatten. Wir haben uns trotzdem angestellt, weil Tobi zuvor noch nie auf einem Kamel geritten war.

Ähnlich erging es uns auch bei dem angekündigten Nomaden-Dinner. Im Camp standen kostenlose Soft-Getränke und auch alkoholische Drinks gegen Aufpreis zur Verfügung. Nach einer kleinen Vorspeise belustigten die Angestellten ihre Gäste mit verschiedenen Shows darunter auch eine Bauchtanz- und Feuershow. Auch hier wurde in der Beschreibung der Tour wieder der Anschein erweckt, es handele sich um ein ziemlich privates Dinner, sozusagen am Lagerfeuer. Das ist keineswegs der Fall. Im Camp kamen mehrere Jeeps zusammen und ich würde sagen, dass ich an diesem Abend ca. 1000 Leute auf dem Gelände aufgehalten haben. Das Lagerfeuer wich also einem vorbereitetem Buffet. Das Essen war lecker, aber erwartet hatten wir natürlich etwas anderes. Nichts desto trotz war die Tour schön, aber ich möchte jedem die Illusion nehmen, dass sich hinter den Aktivitäten mehr verbirgt, als es ist.

So nutzten wir viel Zeit abseits der Massen, versuchten uns noch am Sandboarding – was übrigens nicht geklappt hat – und saßen einfach im Sand und schauten uns den Sonnenuntergang an. Ein ganz besonderer Augenblick so mitten in der Wüste. Dabei ist übrigens mein aktueller Lieblings-Schnappschuss von uns entstanden. Was ihr sonst noch in Dubai entdecken könnt, lest ihr hier.

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