Barcelona – Insidertipps für deinen Städtetrip | Travel

Sagrada Família und La Rambla kann ja jeder! Ich erzähle dir heute, welches Alternativprogramm dich auf deinem Städtetrip nach Barcelona erwartet – inklusive Insidertipps für die Hauptstadt Kataloniens. 

Städtetrip Barcelona – wie komme ich am besten vom Flughafen ins Zentrum?

In Barcelona kommst du am besten vom Flughafen „Prat“ mit dem Bus oder der Bahn ins Zentrum. Wir sind einfach in Richtung Ausgang gegangen, wo die Busse ausgeschildert sind. Dort kann man bequem mit dem Aerobus – dem Flughafenbus bis zum Plaça Catalunya fahren. Hier kannst du dann in die Metro umsteigen. Eine Fahrt kostet 5,60 €. Im Hotel haben wir dann gesehen, dass man einen privaten Flughafentransfer für vier Personen und für 35 € bestellen kann. Das haben wir dann auch auf der Rückfahrt gemacht, weil es doch ein bisschen umständlich ist mit den Koffern durch die Stadt zu laufen. Einige Metrostationen hatten weder Aufzug noch Rolltreppe und wir mussten die Koffer die Treppen hoch- und wieder herunterschleppen.

Modernes Hotel in Barcelona mit guter Lage – Hotel Sallés Hotel Pere IV

Wir haben uns für das Hotel Sallés Hotel Pede IV im Stadtteil Poble Nou – 150 m von der Metrostation Bogatell entfernt –  entschieden. Das Hotel war modern und sehr schön eingerichtet und sauber. Das Frühstück war ebenfalls sehr gut und mit der Metro war man in wenigen Minuten an allen wichtigen Punkten der Stadt. Für die Metro empfehle ich euch übrigens euch das 10er-Ticket “T-10” zu ziehen. Das kostet 10,20 € und ihr könnt damit 10 beliebige Fahrten lösen. Die Karte kann hintereinander weg genutzt werden, sodass wir mit vier Personen immer einmal gelöst haben und die Karte dann an den Nächsten von uns weitergegeben haben. Zu viert hat sich dies preislich am besten rentiert. Beim Blick aus dem Fenster unseres Hotelzimmers konnte man die Türme der Sagrada Família sehen. Nach einem Fußmarsch von etwa 1,8 km erreicht man den Strand Playa de Bogatell – der übrigens sehr schön und lange nicht so überfüllt ist, wie der Barceloneta Beach (der Hauptstrand von Barcelona). Liegen und Schirme sind hier aber ganz schön teuer (jeweils 10 Euro!) – ihr solltet also vorbereitet sein.

Aussichtspunkt Bunkers del Carmel

Im Parc del Guinardó befindet sich ein ehemaliger Bunker – Bunkers del Carmel – der mittlerweile als toller Aussichtspunkt über ganz Barcelona mit 360°-Blick bekannt ist. Wir waren zum Sonnenuntergang dort. Eine tolle Atmosphäre, aber natürlich ist dieser Insidertipp mittlerweile bei Vielen bekannt. Dementsprechend war es hoch oben über Stadt am Abend sehr voll. Ich empfehle euch früh morgens hinzugehen. Zum Bunker kommst Du mit Metro oder Bus, dann einfach den Berg hinauf. Es ist ganz schön steil und man muss ein gutes Stück laufen – mit den Bussen soll man näher ran kommen.

Anfahrt mit dem Bus:

V17 (von Maremagnum bis Carrer de la Gran Vista), Haltestelle „Gran Vista-Pl. de la Mitja Lluna“

24 (z.B. vom Passeig de Gracia/Aragon) bis  Halatestelle „Doctor Bové-Pg de la Font de la Mulassa“

92 ( z.B. in der Nähe des Port Olympic  Trelawny-Pg. Marítim) bis Carretera del Carmel-Mühlberg

Anfahrt mit der Metro:

L4 – Haltestelle Alfons X oder Guinardó Hospital de Sant Pau

L5 – El Carmel

Wir haben vom Hotel aus “Bogatell” die L4 nach Alfons X genommen, um nur einmal das Metro-Ticket lösen zu müssen und sind noch bestimmt eine halbe Stunde steil bergauf gelaufen. Gerade, wenn ihr zur Sommerzeit in Barcelona seit, solltet ihr einplanen, dass das in der Hitze ziemlich anstrengend sein kann. Die Aussicht entschädigt das alles aber wieder.

Magische Nächte auf der Dachterrasse des Casa Batlló

Die magischen Nächte waren wohl eines der tollsten Erlebnisse, die wir auf einem Städtetrip je hatten. Nach einem Rundgang – real und virtuell mit Audioguide – in Antoni Gaudís schönstem Haus in Barcelona – endet der Abend auch wieder über den Dächern der Stadt. Auf der Dachterrasse warten Getränke, eine unglaubliche Atmosphäre und ein Live-Konzert auf dich. Du solltest dich vorab informieren welche Künstler wann auftreten und dir das Richtige für dich aussuchen. Bei uns trat die Roller Disco Combo auf und das war wirklich perfekt für uns – inklusive zweitem Sonnenuntergang über den Dächern Barcelonas. Tickets gibt es für 39 Euro hier. Kinder unter 7 kommen sogar kostenlos rein. Zum Casa Batlló kommt ihr ganz einfach mit der Metro L3 an der Haltestelle Passeig de Gracia.

Shoppen in Barcelona – wo geht das am besten?

Shoppen kannst du in der Innenstadt von Barcelona fast überall. Es gibt so viele Geschäfte, dass du fast eine Wanderausrüstung mitnehmen könntest, um alles zu erkunden. Einige Hotspots kann ich euch aber trotzdem empfehlen:

Rund um den Placa de Catalunya

Der Placa de Catalunya ist das Herz der Stadt. Hier kommt ihr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin und die wichtigsten Straßen Barcelonas sind von hier aus gut zu erreichen. Dort findet ihr auch das Hard Rock Café, eine riesige Filiale der spanischen Kaufhauskette El Corte Inglés und ein kleines Center mit Urban Outfitters und Co.

Der Passeig de Grácia, der nach dem Placa de Catalunya in die Av. Portal de l´Ángel übergeht, ist eine weitere Straße, die sich gut zum Shoppen anbietet. Am oberen Ende befinden sich die Luxusgeschäfte von Chanel bis Louis Vuitton und gehen dann in H&M, Zara, Stradivarius und Co. über.

Eine der wohl bekanntesten Straßen der Welt – La Rambla – beginnt ebenfalls am Placa de Catalunya. Am südlichen Ende der Rambla, in der Nähe des Christoph Kolumbus-Denkmals, findet ihr die Metro-Station Drassanes (Grüne Linie, L3). In der Mitte der Ramblas, genau vor dem Liceu-Theater, liegt die Metro-Station Liceu (Grüne Linie, L3). Am nördlichen Ende der Rambla ist die Metro-Haltestelle Catalunya. Dort fahren zwei Metro-Linien: die Grüne Linie, L3 und die Rote Linie, L1. Die Flaniermeile ist also ziemlich gut zu erreichen. Aber was ist die La Rambla eigentlich?

Hier findet man auf mehr als 1 km Straßenkünstler, kleine Verkaufsstände, Zeitungshändler, Blumenverkäufer, Restaurants und den größten Markt Barcelonas – den Mercat de la Boquería, der sich in einer großen Halle befindet. Von Fisch und Obst bis hin zu Süßigkeiten gibt es hier alles. Achtung: Die La Rambla ist eine klassische Touristenfalle mit überteuerten Preisen! Als Alternative kann ich den Mercat de Santa Caterina empfehlen, den ihr bequem mit der Metro L4 (Jaume I) erreicht. Die Markthalle erkennt ihr schon von Weitem an dem bunt-gewellten Dach.

Ich bin ganz ehrlich – ich konnte der La Rambla nichts abgewinnen. Hier ist es total überlaufen und es gibt eigentlich auch nichts zu sehen. Ich verstehe nicht, warum ein Besuch hier immer überall als Must-Do angepriesen wird. Biegt besser wieder schnell in die Altstadt ein – die ist nämlich auch wunderschön mit ihren engen Gassen und tollen Plätzen.

Der Hafen in Barcelona

Am südlichen Ende der Rambla befindet sich die Christoph Kolumbus-Statue (Mirador de Colom, Metro: Drassanes, Grüne Linie, L3). Die 60 m hohe Säule zu Ehren Christoph Kolumbus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Port Vell. Mit einem kleinen Fahrstuhl kannst du für 6€ in die Kuppel fahren. Von dort hast du einen super schönen 360-Grad-Panoramablick auf die La Rambla und den dahinterliegenden Tibidabo, die Altstadt Barcelonas, den Hafen und den Montjuïc. Ein wirklich toller Fotospot. Aber auch ein Spaziergang am Hafen ist definitiv zu empfehlen. Und wer – wie meine Schwester – unbedingt zu Victoria´s Secret einkaufen gehen möchte, kann dem Shoppingcenter Maremagnum einen Besuch abstatten.

Sagrada Família – lohnt sich ein Besuch?

Die Sagrada Família ist ohne Frage ein wahrlich imposantes Gebäude und eine einzigartige Kirche. Sie wurde allerdings nie fertiggestellt und in den meisten Reiseführern werden die vielen Baukräne wohl immer wegretuschiert – denn hier kommt die nackte Wahrheit: Die Kirche sieht seit Jahrzehnten schon so aus, wie auf diesem Foto. Wir hatten unsere Prioritäten bei unserem Besuch einfach anders gesetzt und sind deshalb nicht rein gegangen. Die Kirche soll von innen ganz toll sein – allerdings hatten wir keine Lust auf vorherigen Ticketkauf und langes Anstehen. Wer es probieren möchte: Die L2 oder L5 – Haltestelle Sagrada Familia bringen euch hin.

Bestes Veggie-Food in Barcelona genießen

Natürlich darf auch noch ein Food-Spot für Barcelona nicht fehlen. Empfehlen kann ich euch definitiv Teresa Carles. Dort gibt es alles, was das Veggie-Herz höher schlagen lässt. Von Smoothies hin bis zu großartigem Abendessen ist hier alles dabei. Geht hin. Probiert. Genießt.   

Außerdem probiert und für gut befunden in Barcelona:

  • Taco BCN für Sushi in Poble Nou (sehr teuer!) – probiert die Bao Buns!
  • Restaurant Colom in Poble Nou für leckere Paella und Sangria

Zum Weggehen und Essen am Abend kann ich euch generell die Rambla del Poblenou – die definitiv schönere Rambla Barcelonas empfehlen.

Tagesausflug nach Sitges oder Castelldefels

Wer einen Tag dem Trubel Barcelonas entfliehen will, sollte einen Tagesausflug an den Strand nach Sitges oder Castelldefels machen. Vom Hauptbahnhof Sants Estacio, den ihr mit der L3 und L5 erreicht, nehmt ihr den Zug nach Sitges und seid in 30-40 Minuten am Ziel. Für einen reinen Strandausflug empfehle ich euch die langen Sandstrände von Castelldefels. Wer sich dazu noch ein bisschen in der Altstadt umsehen will, sollte nach Sitges fahren. Wir haben in Sitges einen Strandtag eingelegt. Der Strand war recht klein – aber fein. Es war einfach zu heiß, um sich noch die Stadt anzuschauen. Informiert euch vorher, welchen Strand ihr besuchen wollt. Manche Strände sind reine FKK-Strände.

Bahnrichtungen Verbindung Barcelona – Sitges

  • Hinweg: R2S  in Richtung Vilanova i la Geltrú 
  • Rückweg: R2S  in Richtung Estació De FranÇa

Wir haben auch hier wieder wieder ein 10er-Ticket gekauft, weil dies – auch wenn nachher 2 Fahrten übrig geblieben sind – deutlich billiger war. Übrigens: Der Zug fährt auch bis zum Passeig de Grácia, das haben wir aber erst auf dem Rückweg gesehen. Für die Verbindung nach Bogatell war das für uns besser, als am Hauptbahnhof auszusteigen.

Barcelona-Preview gefällig?

Dann schaut doch mal in den Highlights meiner Instagram-Stories. Viel Spaß bei eurem Trip nach Barcelona!

2 Kommentare

  1. Heidi
    August 25, 2018 / 7:27 pm

    Viele interessante Tipps. Nur zur Sagrada Familia muss ich widersprechen. Ich dokumentiere den Baufortschritt seit 1999. Ich bin zwar jedes oder zumindest jedes 2. Jahr in Barcelona und da hat sich sehr viel getan. 1999 gab es noch kein Dach, nur die Türme. Innen ist sie ein Wahnsinn und es lohnt sich auf jeden Fall einen Slot im Internet zu reservieren- anstellen würde ich mich auch nicht.

    • Vicky
      Autor
      August 29, 2018 / 5:50 pm

      Hallo Heidi,

      danke für dein Feedback. Ich meinte damit auch nicht, dass sich GAR nichts tut, sondern, dass es für mich rätselhaft ist, wie sie in Reiseführern immer so schöne Fotos darstellen, obwohl dort permanent gebaut wird. Wer dort hin fährt, sieht die Sagrada immer mit Baukränen – das ist für mich nicht besonders schön, ganz unabhängig davon, wie weit der Bauzustand ist.

      Viele Grüße
      Vicky

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