Kapstadt Highlights | Geheimtipps zu den Sehenswürdigkeiten

Kapstadt – eine unglaublich vielfältige Stadt. Von den ärmsten Menschen in den Townships bis zu den Millionären in Camps Bay ist hier ebenso wie landschaftlich alles dabei. Stadtleben, Strände, Berge und Meer. Hier erinnert uns Kapstadt an Rio, dort an Miami Beach – auch wenn wir an beiden Orten nie gewesen sind. Ich möchte euch heute verraten, was wir dort erlebt haben und welche Sehenswürdigkeiten ihr bei eurem Besuch in Kapstadt nicht verpassen solltet – mit vielen nützlichen Geheimtipps, die euch sehr viel Zeit sparen.

Übernachten in Kapstadt

Unsere erste Unterkunft in Kapstadt war das Point B Guesthouse in der Pine Road, nahe der Waterfront gelegen. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen und unser Zimmer war geräumig und sehr schön. Man kann im Sommer draußen frühstücken und es gibt einen Mini-Pool, in dem wir allerdings nie gewesen sind, weil es in Kapstadt ziemlich windig und deshalb gar nicht so heiß war. Das Frühstück war für ein Guesthouse in Ordnung. Die Erfahrung, die wir hier gleich zu Anfang unserer Flitterwochen gemacht haben: In allen Gästehäusern war es relativ laut. Das ist wohl normal.

Adresse: 14 Pine Rd, Green Point, Cape Town, 8051, Südafrika

Victoria & Alfred Waterfront

Unweit der Unterkunft befindet sich die V&A Waterfront, mit großen Einkaufszentren, dem Hafen und vielen netten Restaurants. Wir haben hier eine kleine Mittagspause im Harbour House eingelegt, wo es ausgezeichnetes Sushi gibt. Sushi in Südafrika? Ja, das war auch unsere erste Reaktion. Aber tatsächlich gibt es gerade in Kapstadt unzählige asiatische Restaurants. Ich sagte es ja bereits, Kapstadt erstaunte uns an jeder Ecke.

Adresse: 19 Dock Rd, Cape Town, 8001 (zu Fuß gehen oder in eines der Parkhäuser parken)

Tafelberg

Wenn ihr in Kapstadt seid, kommt ihr um einen Besuch des Tafelbergs nicht herum. Ihr solltet eure Tickets dafür unbedingt vorab online buchen, da es zwei Schlangen vor dem Eingang gibt. Habt ihr die Tickets schon, könnt ihr euch sofort in die richtige Schlange stellen – auch wenn diese unwesentlich kürzer ist. Zu Stoßzeiten müsst ihr auch mit Tickets ca. 1 Stunde anstehen. Ich empfehle euch deshalb entweder sehr früh oder eher gegen Abend ab 17 Uhr hinzugehen. Wir waren gegen 15 Uhr da – die Rushhour schlechthin – und mussten entsprechend lange warten. Ein kleines Dilemma: bei gutem Wetter seid ihr in der Schlange der prallen Sonne ausgesetzt und kurze Sachen, eine Kappe oder ein Sonnenhut und Sonnenschutz sind Pflicht. Oben angekommen braucht ihr festes Schuhwerk und am besten lange Kleidung – auf dem Tafelberg wird es richtig frisch. Wir mussten dann doch ein bisschen über die Touris schmunzeln, die in Flipflops und Shorts nach oben gefahren waren.

Die Fahrt mit der – sich um sich selbst drehenden – Seilbahn kostet pro Person ca. 20 Euro hin und zurück. Der Eintrittspreis lohnt sich bereits, wenn ihr die ersten Meter mit der Gondel zurückgelegt habt. Dort oben bekommt ihr eine atemberaubende Sicht auf die Stadt geboten. Oben angekommen könnt ihr praktisch einen 360°-Panoramablick auf Kapstadt genießen. Zu der einen Seite seht ihr die Seite der Waterfront und des WM-Stadions, auf der anderen Seite die 12 Apostel. Deshalb hier der wichtigste Tipp: Sobald das Wetter klar ist, solltet ihr auf den Tafelberg fahren, egal, ob dies direkt nach eurer Ankunft ist oder an einem anderen Tag. Die Fahrt auf den Tafelberg müsst ihr unbedingt nach dem Wetter ausrichten, da ihr nur bei klarer Sicht richtig weit sehen könnt.

Natürlich könnt ihr den Tafelberg auch heraufwandern, es gibt hier verschiedene Wanderwege, die unterschiedlich lang und schwierig sind.

Adresse: Tafelberg Rd, Gardens, Cape Town, 8001 (Parken ist entlang der Straße überall möglich)

Lions Head und Signal Hill

Gleiches gilt für den benachbarten Lions Head (oben auf dem Foto zu sehen), den wir allerdings aus Zeitgründen nicht mehr bestiegen haben. Den Signal Hill könnt ihr auch mit dem Auto befahren – eine gute Alternative.

Muizenberg

Eins stand schon ganz zu Beginn der Reise fest: Wir wollten unbedingt den Muizenberg Beach und die weltberühmten bunten Strandhütten besuchen – das Postkartenmotiv aus Kapstadt schlechthin. Der Strand ist sehr schön, das Wasser allerdings eisig kalt, sodass wir dort nur einen kleinen Spaziergang gemacht haben und natürlich sehr viele Erinnerungsfotos geschossen haben. Die bunten Hütten dienen als Umkleidekabinen. Einen Abstecher zum Muizenberg Beach könnt ihr am besten dann machen, wenn ihr euch auf den Weg zu der Kap-Halbinsel macht. Das liegt praktisch auf dem Weg.

Adresse: Beach Road, Muizenberg, Cape Town, 7950 (einfach dem Navi oder der Beschilderung nach Muizenberg folgen)

Simon´s Town und Boulders Beach

Weiter geht es in Richtung Cape Point, Kap-Halbinsel und dem Kap der Guten Hoffnung. Auf dem Weg dorthin kommt ihr an Simon´s Town und dem Boulders Beach vorbei, an dem ihr freilebende Pinguine bestaunen könnt. Dieser Hotspot soll allerdings so überlaufen sein, dass wir die Pinguine auf später verschoben haben. Betty´s Bay ist hierfür nämlich ein echter Geheimtipp. Dort könnt ihr die Pinguine allerdings nur von Weitem sehen – finde ich aber ok. Ist ja nicht ganz natürlich, wenn die Pinguine am Boulders Beach zum Selfie mit den Touris genötigt werden.

Cape Point und Kap der Guten Hoffnung

Folgt in Simon´s Town nicht der offiziellen Beschilderung zum Cape Point entlang der Küste, sondern biegt rechts ab, wo es nach Scarborough bzw. dem Red Hill geht. Auf Google Maps ist es gut zu erkennen, dass beide Wege zum gleichen Ziel führen. Das haben wir leider vorher nicht gewusst, haben die Hauptroute genommen und aus einer Stunde Fahrt von Muizenberg wurden dann 3 Stunden, weil wir unglaublich lange vor dem Eintrittstor mit dem Auto im Stau standen. Nehmt ihr die Alternativroute, könnt ihr bis kurz vor das Eintrittstor fahren und müsst nicht mehr so lange warten. Auch hier empfehle ich es, früh da zu sein. Gegen Nachmittag ist dort die Hölle los. Auch eine Ankunft gegen 17 Uhr ist zu empfehlen. Dann kann man bis zum letzten Parkplatz durchfahren. Wir mussten weit vorher parken und mit dem kostenlosen Shuttle-Bus weiterfahren.

Tipp: Packt auf dem Parkplatz auf keinen Fall euer Picknick aus – hier warten die Baboons (riesige Paviane) auf euch und beklettern sämtliche Autos.

Der Eintritt kostet 303 Rand pro Person, gilt allerdings nur für den Eintritt in den Nationalpark und nicht für die Fahrt mit der Funiculare zum Leuchtturm am Cape Point. Diese müsst ihr aber auch nicht nehmen – ihr könnt natürlich auch hoch laufen. Rechts zweigt vom Hauptparkplatz dann noch ein Wanderweg zum Kap der Guten Hoffnung ab. Dieser dauert hin und zurück etwa 1,5 Stunden und bietet euch fantastische Ausblicke. Das letzte Stück auf das Kap der Guten Hoffnung müsst ihr dann ein bisschen klettern – es ist aber alles machbar. Auch hier weht unter Umständen manchmal ein starker Wind, sodass ihr euch nicht allzu luftig anziehen bzw. eine Jacke mitnehmen solltet. Nehmt ihr schon vor dem Shuttle-Parkplatz (der sich ungefähr am Kreisel befindet) die leicht zu übersehende Abfahrt nach rechts, könnt ihr mit dem Auto eine alternative Route zum Kap der Guten Hoffnung (unten lang) nehmen. Dort befindet sich auch das berühmte Schild, mit dem alle so gerne ein Foto machen möchten. Dies ist allerdings, anders als viele glauben, nicht der südlichste Punkt Afrikas. Der befindet sich am Cap Agulhas.

Adresse: (Beschilderung nach Cape Point und Anweisungen oben befolgen)

Camps Bay

Besonders gut gefallen hat uns der Stadtteil Camps Bay. Auf dem Weg dorthin kommt ihr erst einmal an super teuren Villen vorbei – wie muss es wohl sein, hier im Hang mit diesem wahnsinnigen Ausblick in so einer Prachtvilla zu leben? Unglaublich. Etwas weiter wartet dann die Strandpromenade von Camps Bay auf euch. Sie erinnerte uns irgendwie ein bisschen an Amerika – Miami Beach oder ähnliches. Ein langer Sandstrand, viele Restaurants und Clubs und unsere persönliche Lieblings-Rooftop-Bar: Chinchilla. Dort solltet ihr unbedingt mal einen Cocktail trinken gehen und die tolle Aussicht genießen. Ebenfalls empfehlen können wir die Steaks im Tiger´s Milk.

Adresse: Victoria Rd, Camps Bay, Cape Town

Woodstock

Ein weiterer Stadtteil, der uns sehr gut gefallen hat, war Woodstock, ein kleines, aufstrebendes Künstlerviertel von Kapstadt. Hier zieht es vor allem Studenten hin. Es gibt an jeder Ecke Antiquitäten zu kaufen und Möbel im Shabby Chic – sehr schön. Ein besonderes Highlight: Der Markt an der Old Biscuit Mill jeden Samstag bis 15 Uhr. Neben dem Designmarkt, wo man sehr viele handgemachte Mode oder Accessoires bekommt, hat es uns der Street-Food-Markt angetan. An jeder Ecke gibt es andere Köstlichkeiten zu probieren. Ein toller Nachmittag mit entspannter Atmosphäre und Live-Musik.

Adresse: 375 Albert Rd, Woodstock, Cape Town, 7915

Kapstadt bietet so viel – und noch mehr

Natürlich gibt es in Kapstadt wahnsinnig viel zu sehen. Von Township-Touren, einem Besuch auf Robben Island (dem ehemaligen Gefängsnis von Nelson Mandela) oder den bunten Häusern in Bo-Kaap ist eine ganze Menge Sehenswertes dabei, was wir allerdings in drei Tagen nicht alles geschafft haben. Das müssen wir dann beim nächsten Besuch nachholen. Wenn es euch trotzdem interessiert, was es in Kapstadt noch zu sehen gibt, empfehle ich euch meine zwei Lieblingsblogs für Kapstadt:

Love and Compass

Kapstadt in Südafrika – Die besten Sehenswürdigkeiten, interessante Orte und unsere Highlights

Globusliebe

Kapstadt Sehenswürdigkeiten: 10 zauberschöne Orte, die du besuchen musst

 

 

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