Plettenberg Bay: Tolle Landschaft und atemberaubende Ausflüge | Roadtrip Südafrika

Vorletzter Stopp unseres zweiwöchigen Roadtrips durch Südafrika: Plettenberg Bay. Ich verrate euch heute, welche tollen Ausflüge ihr in die Umgebung machen könnt.

Vorletzter Stopp: Plettenberg Bay

Nach den ersten ereignisreichen Tagen in Kapstadt, Hermanus und Oudtshoorn, ging es für uns auf unserem Roadtrip entlang der Garden Route nach Plettenberg Bay. Auch hier bieten sich wieder allerhand tolle Stopps auf der Route an, beispielsweise in George, Wilderness oder Knysna. Da wir aber auch hier wieder zwei Stunden Fahrt vor uns hatten und man in 14 Tagen eben nicht alles in Südafrika entdecken kann, haben wir nur kurz für einen legendären Salted Caramel Milchshake am Brenton Beach angehalten, was ich sehr empfehlen kann.

Das Aquavit Guesthouse

Angekommen sind wir dann später im wunderschönen Aquavit Guesthouse, einer luxeriösen Villa mit Traumaussicht und Pool. Auch hier hatten wir wieder Übernachtungen mit Frühstück gebucht – dieses Mal waren es allerdings vier Nächte, sodass wir viel Zeit für Ausflüge und Erkundungstouren hatten.

Ankunft in Plettenberg Bay

Mit Plettenberg Bay selbst bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber im Stadtzentrum habe ich mich einfach nicht wohl gefühlt. Auch wenn hier sehr viele Touristen unterwegs sind, weswegen man beispielsweise in der Hochsaison immer schon vorab seine Tischreservierungen machen sollte, fand ich immer wieder „dubiose“ Ecken oder bettelnde Kinder – sehr unangenehm. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck. Sara und Marco von loveandcompass, bei denen ich vorab viel recherchiert habe, haben es beispielsweise ganz anders empfunden. Hier könnt ihr auch einiges über die verschiedenen Strände in Plettenberg Bay nachlesen, die wir nicht besucht haben. Zwar war es in der Sonne angenehm warm, schwimmen kann man in Südafrika im Meer allerdings nicht. Zum einen ist das Wasser viel zu kalt und zum anderen sind die Wellen dank der starken Winde extrem hoch, ganz zu schweigen von den möglichen Haibegegnungen im Meer. Wir hatten schon einige Strandspaziergänge gemacht und haben diese in Plettenberg Bay selbst dann ausfallen lassen. Gerne möchte ich euch aber erzählen, was wir in den vier Tagen stattdessen gemacht haben.

Wandern und Seelöwen im Robberg Nature Reserve

Das Robberg Nature Reserve müsst ihr unbedingt besuchen. Von hier aus habt ihr eine traumhafte Aussicht auf Plettenberg Bay und könnt zudem noch hunderte Seelöwen in freier Natur sehen. Wichtig zu wissen: Hier gibt es drei verschiedene Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

  • Weg 1 – The Gap: Kurz & einfach, 2,1 Kilometer, ca. 30 Minuten
  • Weg 2 – Witsand: Mittellang & etwas anspruchsvoller, 5,5 Kilometer, ca. 2 Stunden
  • Weg 3 – The Point: Lang, schwierig und an manchen Stellen wirklich gefährlich, 9,5 Kilometer, ca. 4,5 Stunden

Alle drei Wanderwege schließen aneinander an. Ihr könnt den Weg also praktisch immer fortsetzen. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnt ihr die Seelöwen auch nur dann sehen, wenn ihr euch für Weg 2 entscheidet, weshalb ich diese Route empfehlen würde. Am Eingang wird euch diese Route ebenfalls empfohlen. Wir haben auf Anraten von einigen anderen Bloggern den 3. Weg genommen. An dieser Stelle möchte ich ganz deutlich sagen, dass dieser Weg nicht ohne ist. Alle schreiben darüber, dass er schwieriger ist aber ja sooooo eine tolle Aussicht verspricht. Ja, das stimmt – aber etwas schwieriger ist einfach untertrieben.

Es sind nicht umsonst einige Stellen in der Wanderkarte mit einem Totenkopf-Symbol gekennzeichnet. Unter Umständen kann die Wanderung auf Weg 3 hier und da echt gefährlich sein. Wer “The Point” nicht bis 14 Uhr erreicht hat, sollte umkehren, bevor die Flut einsetzt. Einige von euch werden jetzt (wir wir) denken: 9.5 km – das ist doch nicht schwer. Allerdings sind das keine knapp 10 km gerade Strecke. Hier geht es steil rauf und runter, mal über Felsen, mal über Sand, mal müsst ihr eure Hände zum Klettern einsetzen. Ist es zudem heiß und ihr habt nicht genug zu trinken dabei, schwinden schnell die Kräfte und die letzten Kilometer werden zur Herausforderung. Wir waren am Ende fix und fertig – überlegt es euch daher gut. Zurück am Guesthouse haben wir dann erfahren, dass es dort häufig Abstürze und Seenotrettungen gibt. Gut, dass ich das nicht vorher wusste. Ich würde den Weg nicht empfehlen – auch wenn die Aussicht natürlich toll ist. An einem sonnigen Tag braucht ihr  unbedingt mehrere Liter Wasser pro Person. Wir haben an der Unterkunft für mehrtägige Wanderungen eine Dusche hinter dem Haus entdeckt und uns dort abgekühlt und unsere Flasche aufgefüllt. Ohne Wasser hätten wir es sonst nicht mehr zurückgeschafft. 1,5 Liter waren einfach zu wenig für zwei Personen.

Öffnungszeiten: 1. Oktober – 30. April von 7:00 Uhr – 20:00 Uhr | 1. Mai – 30. September von 8:00 Uhr – 18:00 Uhr

Eintrittspreise: 50 Rand p.P. (3,30 €)

Adresse: Robberg, Südafrika

Paradiesischer Strand in Nature´s Valley

Wie bereits erwähnt, sind wir in Plettenberg Bay selbst nicht am Strand gewesen. Dafür hat es uns aber ins nahe gelegene Nature´s Valley gezogen, dessen Strand laut Beschreibung paradiesisch sein sollte. Und alle Empfehlungen haben nicht übertrieben, dieser Ort war einfach toll. Nachdem ihr das Auto geparkt habt, kommt ihr an eine kleine Lagune, wo man übrigens neben Stand-up-Paddling auch schwimmen kann, weil das Wasser sehr warm ist. Weiter den Strand entlang kommt man dann direkt zum Meer. Hier ist es gerne mal sehr windig, trotzdem lädt der Strand zum Verweilen ein, weil sich hier kaum andere Menschen befinden. Ein wahrer Geheimtipp, auch wenn der Ort eigentlich nicht unbekannt ist.

Adresse: N2 Richtung Port Elizabeth, dann ist es irgendwann ausgeschildert

Tsitsikamma Nationalpark

Tag 3 in Plettenberg Bay: Für uns stand heute der Tsitsikamma Nationalpark auf dem Programm. Immer noch erschöpft von unserer „Todes-Wanderung“ im Robberg Nature Reserve schleppten wir uns mit Muskelkater den eigentlich einfachen Weg entlang. Dieser führt in einer Art Dschungel-Umgebung bis zur Hängebrücke am Storms River. Im Gegensatz zum Robberg Nature Reserve war hier die Hölle los und man musste an der Brücke mehrfach warten, bis man rüberlaufen oder ein Foto ohne Menschen hinbekommen konnte. Empfehlen kann ich euch, vorab eine Kayak-Tour zu buchen. Wir haben vor Ort einen Flyer dazu bekommen und das sah einfach nur traumhaft aus. Da aber auch hier massig Menschen waren, muss man die Tour unbedingt vorher buchen. Tsitsikamma war für uns ganz nett, konnte mit den restlichen Erlebnissen allerdings nicht mithalten. Dazu muss ich aber sagen, dass wir nur die einfachste Route genommen haben. Es gibt dort viele verschiedene Wanderwege und es lohnt sich auch mal, vom offiziellen Weg abzubiegen.

Öffnungszeiten:

Ganzjährig von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Eintrittspreise:

Etwa 218 Rand pro Person

Adresse:

Zum Tsitsikamma Nationalpark gibt es keine feste Adresse. Mit dem Mietwagen fahrt ihr die N2 entlang Richtung Nature´s Valley (Port Elizabeth) – und da aber immer weiter. Ihr passiert noch eine Mautstelle, die für Touristen allerdings kostenfrei zu sein scheint, denn uns wurde die Schranke immer so geöffnet. Danach kommt dann noch die berühmte Brücke für das Bungee Jumping und irgendwann ist der erste Parkplatz auf der rechten Seite ausgeschildert. Ihr könnt es gar nicht verfehlen.

Geographische Lage: 34° 1′ S, 23° 54′ O Koordinaten: 34° 1′ 18″ S, 23° 53′ 44″ O

Tolle Restaurants in Plettenberg Bay

Zum Abschluss möchte ich euch noch einige Restaurants in Plettenberg Bay empfehlen. Wie oben schon beschrieben, müsst ihr hier in der Hochsaison unbedingt vorab eure Tische reservieren – es ist sonst sehr schwer, noch irgendwo unterzukommen. Am besten gefallen hat uns das Strandrestaurant Equinox – das auch zum The Lookout gehört. Neben einer tollen Aussicht gibt es hier auch wahnsinnig gutes Essen. Hier waren wir gleich an zwei Abenden. Hier gibt es eine gute Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten.

Ein wirklicher Geheimtipp ist das Restaurant Nguni. Von außen total unscheinbar, erwartet euch im Innern ein super schöner Hof – toll dekoriert und einfach gemütlich. Hier gibt es auch sehr gute Fleischgerichte und Salate.

Auf der Hauptstraße in Plettenberg Bay befinden sich noch weitere Restaurants wie zum Beispiel „The Table“ (italienisch), eine Sushibar und mehr. Ihr findet direkt daneben auch eine kleine Streetfood-Ecke, bei der ihr kostengünstig Pizza und Co. auf die Hand nehmen könnt. An manchen Abenden wird hier auch Live-Musik geboten. Sara und Marco verraten euch dazu hier mehr.

Next stop: Safari

Nach vielen weiteren tollen Erlebnissen auf unserem Roadtrip in Südafrika stand dann der letzte und atemberaubendste Stopp an: Safari im Kariega Game Reserve. Aber dazu erzähle ich euch mehr im nächsten Beitrag. Wollt ihr jetzt schon eine Preview? Dann schaut euch mein Video unserer unvergesslichen Hochzeitsreise an:

14 Tage Roadtrip Garden Route – unsere Flitterwochen in Südafrika

 

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